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Aufschwung hier, Armut dort?

An der Universität Zürich macht die Alumni-Vereinigung der Wirtschaftsstudenten im September eine wichtige Zukunftsfrage zum Thema einer Veranstaltung: Wie und wo kann/soll/muss sich “die Wirtschaft” in der nachhaltigen Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern engagieren? Namhafte Referenten versuchen, in Keynote-Referaten und einem Podiumsgespräch Antworten auf diese Frage zu finden.


«Der zerbrochene Krug»

Das deutsche Theater ist nicht gerade für seine Komödien berühmt: Dramen und Tragödien ja, aber zuviel Humor ist offenbar nicht gefragt gewesen. Eine rühmliche Ausnahme ist da der Einakter «Der zerbroche Krug» von Heinrich von Kleist, der leider nicht allzu oft gespielt wird – wahrscheinlich, weil der Witz in diesem Stück voll und ganz von der Sprache abhängt, und das braucht wiederum ein bestimmtes  Publikum.

Um so erfreulicher, dass das Schaffhauser Openair Theater dieses Stück für ihr 10. SHPEKTAKEL im Kraftwerk Schaffhausen gewählt hat. Spielzeit: 28. Juli bis 28. August, jeweils 20.15 Uhr . Reservieren kann man leider nicht im voraus, aber die Abendkasse öffnet bereits um 19.00 Uhr.
http://www.shpektakel.ch/2010_Der-zerbrochene-Krug/index.html

Sollte der August sich auf das zu ihm passende Wetter besinnen, könnte dieses Spektakel ihnen einen vergnüglichen Abend bescheren.


Megatrend «Globalisierung 4.0» in Bangladesh

“Globalisierung”: das einstmalige Reizwort zeigt sich im Sommer 2010 von einer anderen Seite. mehr…


Megatrends: «Individualisierung» und «Silberne Revolution»

«Der Beitrag der Älteren für unsere Volkswirtschaft wird oft unterschätzt»

Zu diesem Ergebnis kommt Jacqueline Schön-Bühlmann vom Bundesamt für Statistik. “Dabei sind sie mit ihrer unbezahlten Arbeit für das Funktionieren unserer Gesellschaft unersetzlich.” … mehr


Sinnvolle Werbung für einen guten Zweck

Wie man zukünftige Kunden umwirbt, zeigt der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) mehr


Indische Konkurrenz zum iPad?

Kaum am Markt und schon nicht mehr allein…mehr


Daneben: Das Ende einer fast 70jährigen Karriere

Sie kennen wahrscheinlich ihren Namen nicht, aber Sie haben sie oft gesehen: Wann immer ein amerikanischer Präsident im Press Room im Weissen Haus eine Pressekonferenz abhielt, konnte man Helen Thomas sehen (seit langem auf einem Prestigeplatz in der ersten Reihe) – und hören, denn ehrfurchtslos stellte sie jedem Präsidenten sehr direkte und meist unangenehme Fragen. Die unermüdliche 89jährige hatte sich eine Position erarbeitet und war so berühmt, dass sie Gastauftritte in Hollywood-Filmen hatte.

Nach 57 Jahren möglichst objektiver Berichterstattung für die Nachrichtenagentur UPI, wurde sie 2000 Kolumnistin und konnte danach unverblümt ihre Meinung über alles und jedes kundtun. Das ist ihr jedoch schlecht bekommen, denn trotz ihres hohen Alters und der Erfahrung, die sie in fast sieben Jahrzehnten gewonnen hat, ist ihr ein verbaler Lapsus unterlaufen, der zwar ihre ehrliche Meinung repräsentierte, sie aber in den sofortigen Ruhestand katapultiert hat. In einem Video-Interview liess sie sich zu einer Tirade gegen Israel hinreissen, sagte, dass das Land den Palästinensern gehöre und nicht Israel und dass die Juden “heimkehren” sollten. Gefragt, wohin sie denn gehen sollten, meinte sie, dorthin, wo sie hergekommen seien – nach Polen, Deutschland oder den USA.

Ihr Arbeitgeber, der Hearst Verlag, verlor keine Zeit und meldete umgehend, dass sie ab sofort “im Ruhestand” sei.


Daneben: Weibliche Tennisstars und ihre Bekleidung

Unter dem Titel «Moulin Rouge auf Sand» thematisiert die Kolumnistin Bettina Weber im Tages-Anzeiger vom 5. Juni die seltsamen Kleidungsstücke, mit denen sich die weiblichen Tennisstars produzieren. Anlass zu ihrer Frage “Frauentennis: Sport oder Sex?” hatte die Eigenkreation gegeben, mit der sich Venus Williams bei den French Open in Paris geschmückt hatte, einer eher eigenartigen “Kombination von Negligé, Korsage und Rüschen”, die “einen, freundlich gesagt, ans Moulin Rouge denken ” lasse.

Venus Wiliams ist nicht die einzige, deren Outfits zu denken geben. Die meisten Frauen in diesem klassischen, einst eher  puritanisch anmutenden Sport scheinen sich auf  “Sex sells” eingestellt zu haben:

*Die Rechnung ist einfach: Knapp bekleidete Frauen = mehr Zuschauer = mehr Werbung = mehr Geld. Und die Tennisspielerinnen machen freiwillig mit, und sie lassen es so zu, dass ihr Sport, für den sie ebenso hart trainieren wie ihre männlichen Kollegen, zur Nebensache degradiert wird. Noch schlimmer: Sie fordern nicht selbstbewusst Anerkennung für ihre Leistung, sondern buhlen mit viel Haut um Aufmerksamkeit. Wer das für nötig hält, gibt letztlich eben gerade jenen Stimmen recht, die das Frauentennis als uninteressant bezeichnen.”


Dabei – auch im Sommerprogramm

DRS2 bringt im Sommerprogramm Wiederholungen von einigen der besten Sendungen. Mit dabei in der Rubrik.«Musik für einen Gast» ist am Sonntag, 4.Juli 2010, um 12.40 Uhr, ist auch sie:

Rosmarie Michel, Unternehmerin

Als Mitglied von Women’s World Banking hat sich Rosmarie Michel bereits in den 1970er-Jahren mit Entwicklungshilfe und Kleinstkrediten befasst. Heute ist die Mikrofinanzexpertin der ersten Stunde – unter anderem – Beirätin der Social Investment Plattform ResponsAbility AG und beschäftigt sich mit der Frage, wie man neben einer ökonomischen auch eine soziale Rendite erzielt. Rosmarie Michel ist zu Gast bei Angelika Schett.
(Wiederholung vom 1. November 2009)

rm titelblattVielleicht möchten Sie nach dieser Sendung noch mehr über das aussergewöhnliche Leben und Wirken der engagierten Zürcherin wissen? In dem Buch «Rosmarie Michel. Leadership mit Bodenhaftung» (Orell Füssli, 2007) finden Sie einige der  interessantesten Geschichten aus ihrem Leben – empfohlen auch als eine leicht zu lesende Ferienlektüre!


Dabei – auch noch mit 82 Jahren!

Veilleicht kennen Sie die Frau, die ganz im stillen ein privates Hilfswerk aufgebaut hat und seit mehr als 20 Jahren immer noch einige Monate pro Jahr in Afghanistan verbringt? Es ist Vreni Frauenfelder, die, zusammen mit Elizabeth Neuenschwander, unermüdlich zugunsten ihrer «Afghanistanhilfe» arbeitet, Geld sammelt und es dort sinnvoll einsetzt. Wenn Sie mehr über sie wissen wollen: Auf http://www.schweizerfamilie.ch/zeitschrift/titel-geschichte/verena-frauenfelder-eine-wohltaeterin-im-stillen-39612 finden Sie ein aussagekräftiges Interview.

Neuhauen am Rheinfall hat sie zur Ehrenbürgerin ernannt, und das ist nur eine der verschiedenen Ehrungen, die ihr zuteil geworden sind.  Die jüngste wird ihr sicher sehr viel Freude gemacht haben: Die Profax-Stiftung zeichnet Vreni Frauenfelder UND Elizabeth Neuenschwander für ihre herausragenden Leistungen bei der Aus- und Weiterbildung von afghanischen Frauen und Mädchen in der Heimat und in Pakistan aus. Die beiden Entwicklungshelferinnen unterstützen seit Jahrzehnten junge und ältere Menschen beim Erlernen des ABC und handwerklicher Fähigkeiten, damit sie sich selbst helfen können.

Der Preis ist mit CHF 20,000.00 hoch dotiert, aber die Jury hat in diesem Jahr die Preissumme sogar verdoppelt, denn sie war der Meinung, dass beide Frauen ihn verdient haben, und so hat sie jeder die volle Preissumme zugesprochen. Herzlichen Glückwunsch!


Dabei – und sehr erfolgreich

Sie gehört zu den reichsten Frauen des neuen China: Zhang Xin ist eine überaus erfolgreiche Unternehmerin im Immobiliensektor, die sich aus ärmsten Verhältnissen mit Fleiss und Willenskraft heraufgearbeitet hat, und heute zum Kreis von Chinas Milliardären gehört. Ruhig und in bestem Englisch erklärte sie dem Interviewer auf CNN, dass dies für eine Frau nicht so ungewöhnlich sei, wie er meinte: In ihrem Land, zumindest in der neuen Wirtschaft, “women can achieve a very high level of equality”.

Was sie jedoch bedauert, ist die Tatsache, dass die Menschen in ihrem Land zur Zeit viel zu sehr auf Geld fokussiert sind und darüber viele kulturelle Werte verlorengehen.

Wie heisst es doch so schön im Englischen: “You can’t have everything.” Und wie viele Nicht-Chinesen würden wohl anders reagieren?


Dabei im neuen Parlament

Der neue japanische Premier hat sich zum Ziel gesetzt, Japans verkrustete Strukturen aufzubrechen. Dabei setzt er auf Kontinuität und hat nur wenige neue Gesichter in sein Kabinett genommen.

Neu dabei ist eine Ausnahmeerscheinung:  die 43jährige Renho, eine frühere bekannte Fernsehjournalistin. Elegant, eloquent und engagiert, vertritt sie das Kontrollorgan, das die Staatszuschüsse an private und pseudoprivate Organisationen überprüft.

Zudem hat sie in Japan politische Geschichte gesdchrieben: Sie ist das erste Kabinettsmitglied, das nicht als japanische Staatsbürgerin geboren wurde; ihr Vater kam aus Taiwan, und sie ist erst 1985 eingebürgert worden.


Dagegen: Schönheit bis zum Wahnsinn?

Die britische Psychotherapeutin Susie Orbach hat im Frühjahr ein neues Buch veröffentlicht: «Bodies. Schlachtfelder der Schönheit» (Arche, 2010). Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren schwerpunktmässig u. a. mit dem Thema Essstörungen – ein Thema, mit dem sie sehr vertraut ist, seit sie Lady Di wegen ihrer Bulimie behandelte; ihre Bücher sind internationale Bestseller.

In diesem Buch zeigt sie auf, welchen Einfluss Familie, Kultur oder das gesellschaftliche Umeld auf unser Schönheitsideal haben. Und: Was passiert mit uns, wenn wir pro Woche durchschnittlich mit 2000 bis 5000 Bildern digital manipulierter Körper konfrontiert werden?

Susie Orbach hat wiederum ein lesenswertes Buch geschrieben, fundiert recherchiert, engagiert und aufrüttelnd. “Praktisch die gesamte Debatte über Körper-Bilder und Schönheits(wahn)vorstellungen verdankt ihre Existenz den beharrlich entlarvenden Formulierungen von Susie Orbach”, lobt  Naomi Wolf, die Autorin von u.a. «Der Mythos Schönheit».

Bevor Sie sich über die “zwei Kilos zuviel” aufregen, die sich im Bikini besonders bemerkbar machen, sollten sie vielleicht noch schnell  in dieses Buch gucken…


Dafür und dagegen: Erin Brockovich

Die längsten Beine der Welt, eine Elfen-Taille, eine unglaubliche Mähne und ein aufregendes Dekolleté: das ist – nein, nicht Erin Brockovich, sondern Julia Roberts in einer ihrer Oscar-gekrönten Rollen. Ausnahmsweise scheint Hollywood sich hier einmal sehr eng an die wirkliche Erin Brockovich angelehnt zu haben; jedenfalls meint sie, dass der Film zu 98% ihr Leben richtig wiedergegeben hat. Das ist: ihr Leben bis zur Filmpremiere vor zehn Jahren.

erin brockoviich kopf-1Vielleicht planen gerade jetzt Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten (oder all das in weiblicher Form) in Hollywood eine Fortsetzung, denn Erin Brockovich macht wieder Schlagzeilen. Die echte Erin, die Umweltaktivistin mit den unschlagbaren Argumenten und der Volksverbundenheit, inzwischen für ihr Engagement mit einem Ehrendoktorat ausgezeichnet, sieht nämlich in BP einen würdigen Gegner. “Ihr dürft weder auf BP noch auf das Weisse Haus warten!” ruft sie den Bewohnern der Grand Isle in Louisiana zu. “Ihr habt Rechte, und wir können helfen”, sagt sie den Fischern in der Pensacola, Florida. “Verlangt von BP Schutzmasken, wenn ihr den Strand von deren Öl befreit”, empfiehlt sie den Bewohhnern von Violet, Missisippi.

Sie sei, so sagt sie, eine Dreckschleuder – und sie ist stolz darauf! Sie war schon kühn, als sie es mit dem mächtigen Konzern Pacific Gas & Electric aufnahm, der jahrelang in der kalifornischen Kleinstadt Hinkley das Grundwasser verseucht hatte. Als Anwaltsgehilfin in der Kanzeli von Ed Masry, ohne irgendein Studium, aber ausgestattet mit einem Gerechtigkeitssinn und der Empörung, die dazugehört, wenn man unethisches Handeln entdeckt, hat sie am Ende Recht bekommen und in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Wiedergutmachung an die Einwohner von Hinkley in Höhe von unglaublichen 333 Millionen Dollar erwirkt. Wieviel wird sie aus BP herausholen?

Wir kennen ihren Namen vom Film, aber sie ist echt: Empört, streitsüchtig, gerechtigkeitsfanatisch – für die Benachteiligten, gegen mächtige Konzerne mit Profitgier, der sie die Ethik unterordnen, und teuren Rechtsabteilungen. Und grell, undiplomatisch, analytisch, aber nie sentimental. Nicht einfach, aber wirksam. “Ich wollte sie mehrmals feuern”, meinte Ed Masry einmal (übrigens im Film hervorragend gespielt vom britischen Schauspieler Albert Finney) “aber es hat nie funktioniert. Ihr gehen die Argumente einfach nicht aus.” (Tages-Anzeiger, 24. Juni 2010)

BP und alle Mitverantwortlichen sollten sich warm anziehen.


Für Ruhe und Respekt im Zürcher Gemeinderat

SVP-Gemeinderätin Marina Garzotto führt das Parlament “mit harter Hand”, wie es der Tages-Anzeiger vom 16. Juni formulierte. “Sie weist auch Mitglieder der eigenen Partei zurecht.”

Offenbar hatten die Zürcher Gemeinderätinnen und -räte in letzer Zeit keine Hemmungen, miteinander zu plaudern, während sich ihre Kolleginnen und Kollegen am Rednerpult abmühten, was zu einem beträchtlichen Lärmpegel geführt hat. Wenn sie jedoch zuhörten, machten sie sich häufig mit Zwischenrufen bemerkbar.

Das hat aufgehört, seit die resolute Politikerin Ende Mai den Vorsitz übernommen hat. Sie befiehlt Ruhe im Parlamentssaal und weist Zwischenrufer zurecht. Manchmal käme ihr der 125köpfige Rat schon wie eine grosse Schulklasse vor, meint die einstige Primarlehrerin, “und da kommt man ohne eine gewisse Ordnung nirgends hin”,

Wen wundert’s, das nicht alle Ratsmitglieder ob der neuen Disziplin erfreut sind? Sie habe bis jetzt jedoch mehr positive als negative Reaktionen erhalten, sagt sie gelassen, und die Disziplin habe sich merklich verbessert.


Frauen im Monat Juni: dafür/dagegen – dabei/daneben

Sie mehren sich wieder, die wehleidigen Kommentare, dass es mit den Frauen in aussagekräftigen Positionen nicht vorwärtsgeht, dass “die Jungen” schon wieder vom Traualtar als erstrebenswertestes Ziel träumen und dass die Männer “es” eben immer noch nicht begriffen hätten. Resignation scheint angesagt zu sein.

Demgegenüber meint Matthias Horx vom Deutschen Zukunftsinstitut: “Oft verändern sich die Dinge gerade dann, wenn sie stillzustehen scheinen:

  • In 14% aller deutschen Haushalte verdienen die Frauen heute mehr als die Männer. Das klingt wenig, aber vor 10 Jahren waren es nur 6%.
  • In rund der Hälfte der deutschen Firmen hat man inzwischen Programme zur weiblichen Karriereförderung entwickelt.
  • Die Telekom verabschiedete vor kurzem eine Quotenregelung für ihr Management.
  • In fünf europäischen Ländern kommt demnächst eine 40%-Klausel nach norwegischem Beispiel zum Tragen. Dann müssen in den  Aufsichtsräten grosser Unternehmen 40% Frauen vertreten sein.

Warum diese plötzlichen Fortschritte? Die Wirtschaft versteht allmählich, dass die klugen Frauen für die kommende Ökonomie-Runde dringend gebraucht werden.” Und weil das so ist, widmet er einen ganzen «Zukunftsletter» dem Thema «Womanomics». (www.zukunftsletter.de)

Auf meinen Websites finden Sie zur Zeit eine Auslese von Aktionen und Verhaltensweisen, die Frauen im Monat Juni in die Medien katapultiert haben, gebündelt nach dafür/dagegen und dabei/daneben.

Stoff für Freude, Frust und Reflexion!


iPad als Retter des Journalismus?

Vielleicht ist das iPad doch mehr als das neueste “MUST HAVE” aus dem Hause Apple?


Haben Frauen zu wenig Selbstbewusstsein?

Frauen, so heisst es, mangle es oft an Selbstbewusstsein, und so würden sie sich unter ihrem Wert verkaufen, ihr Licht unter den Scheffel stellen.
Häufig stimmt das leider, aber nicht immer, wie man in einem New York Times-Artikel über die potentielle neue Richterin am obersten US-Gericht, dem Supreme Court (dessen Mitglieder auf Lebenszeit gewählt werden), Elena Kagan, lesen konnte. Als sie zur obersten Juristin der US-Regierung ernannt wurde, musste sie sich den üblichen confirmation hearings unterziehen, um von den Politikern bestätigt zu werden. Zu dem Erfahrungsschatz, den sie für diese Position mitbrachte, meinte sie u.a.: “I think I bring up some of the communications skills that has made me — I’m just going to say it — a famously excellent teacher.”

In den USA regt sich übrigens niemand über solch eine Aussage auf. Im Gegenteil: Alle bestätigen, dass sie wirklich eine der allerbesten Professorinnen war, denn die Rechtswissenschaft ist mehr als ihr Beruf: Sie ist ihre Leidenschaft! Nicht umsonst war sie ja auch u.a. Rektorin der berühmtesten Rechtsfakultät der USA, der Harvard Law School. Und jetzt sieht es so aus, dass ihr Totaleinsatz für das Recht mit dem höchsten Amt, das ihr Land in diesem Bereich zu vergeben hat, belohnt wird. Daumendrücken ist angesagt!


Ganz neu: «Deutsches Rednerlexikon»

Eine echte Premiere

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Soeben ist das erste «Deutsche Rednerlexikon» erschienen.  “Das unentbehrliche Nachschlagewerk mit mehr als 700 Rednern und Experten aus dem deutschsprachigen Raum” (Untertitel) gibt Ihnen sicher Anregungen für Ihren nächsten Firmenanlass.

Übrigens finden Sie auf den ca. 950 Seiten auch ReferentINNEN und ExpertINNEN mich zum Beispiel auf Seite 596.


Als Bilder wichtiger als Texte waren

Wer kann sich heute noch vorstellen, wie die Welt ohne Zeitungen, Computer und Handys ausgesehen hat? Vor ein paar tausend Jahren waren Darstellungen auf Gefässen, Gebäuden oder Grabsteinen wichtiger als Texte, um das damalige Zeitgeschehen zu verstehen. So ermahnten zum Beispiel Darstellungen auf Grabsteinen die Hinterbliebenen, ihre Gräber regelmässig zu pflegen, um die Seelen der Toten zu besänftigen.

Unter dem Titel «Hermes statt SMS» widmet das Antikenmuseum Basel diesem Thema eine Sonderausstellung. In einer Schau mit 80 vor allem griechischen und römischen Exponaten zeigt das Museum, wie die Menschen in der Antike Botschaften durch Bilder übermittelten.

Bei der Kommunikation zwischen Mann und Frau sehen die Besucherinnen und Besucher beispielsweise, wie junge Athener Adlige eine Animierdame ansprachen oder weshalb der Blick einer Frau im antiken Griechenland Unheil verheissen konnte.

Im Abschnitt «Kommunikation innerhalb der Familie» werden die verschiedenen Stationen einer griechischen Hochzeit dargestellt. Oder ein Fest für den Weingott Dionysos, an dem schon kleine Knaben an Wetttrinken teilnahmen.

Die Ausstellung dauert bis zum 15. August. (Quelle: www.kleinreport.ch)


Zum 8. März, dem Internationalen Tag der Frau

You’ve come a long way, baby!

Im März, dem Women’s History Month, feiern die Amerikanerinnen ihre she-roes (nicht he-roes) und erinnern sich der Pionierinnen, die unsere Welt und den Lauf der herstory (nicht history) beeinflusst haben. Es waren Frauen, die für unsere Rechte und gegen Diskriminierung gekämpft und sich geweigert haben, in Rollen zu schlüpfen, die ihre Familien, die Konvention oder die Gesellschaft für sie vorgesehen hatten.

Alle Mädchen, die heute zur Welt kommen, stehen auf den Schultern der Frauen, die vor ihnen da waren: von den frühesten Suffragetten bis zu den Astronautinnen und allen, die zwischen diesen beiden Extremen gewirkt haben. Sie werden beim Heranwachsen vieles als gegeben nehmen, das ihre  Gross- und Urgrosskmütter noch erkämpfen mussten, und schon heute gibt es eine Generation junger Frauen, in der viele nicht verstehen, warum man ein Aufhebens davon macht, wenn eine Frau in eine Top-Führungsposition kommt oder an der Spitze eines Landes steht. Manche wissen nicht einmal, welchen Preis Frauen gezahlt haben, um das Stimm- und Wahlrecht für uns zu erringen, und schätzen es dementsprehend wenig. Der 8. März kann hier einen Beitrag leisten, indem Frauen diese Errungenschaften thematisieren und immer wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.

Was jedoch jede Frau heute (noch) miterleben kann, ist die Tatsache, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer in gleichen Funktionen. Trotz einer Gesetzgebung, die Lohndiskriminierung verbietet, trotz Protesten und hie und da Klagen vor Gericht, die Frauen zwar gewinnen, aber damit auch ihren Abschied aus dem betreffenden Unternehmen besiegeln.

Während die Amerikanerinnen unsere beeindruckende Vergangenheit feiern, thematisieren die Europäerinnen die Lohndiskriminierung in unserer Gegenwart. Sogar in der EU ist sie seit kurzem zu einem Thema geworden, und in Belgien, Deutschland, Österreich sowie in der Schweiz begehen Frauen im März den sogenannten Equal Pay Day, in unserem Land zum Beispiel in diesem Jahr am 11. März. Equal Pay Day? Das ist der Tag, bis zu dem eine Frau arbeiten muss, um genauso viel zu verdienen wie ein Mann in derselben Position bis zum 31. Dezember des Vorjahres. Organisiert wird der Tag zur Lohngleichheit von den Business and Professional  Women (BPW) Switzerland, dem weltweit bedeutendsten Verband berufstätiger Frauen in verantwortungsvollen Positionen. Details finden Sie hier.

“You’ve come a long way, baby!” heisst es anerkennend in den USA, wenn eine Frau etwas Besonderes für ihr Geschlecht erreicht hat. Ganz offensichtlich gibt es da aber noch einiges zu tun, und hier können besonders junge Frauen ihren Beitrag leisten, indem sie von Anfang an kühl und bestimmt auf Lohntransparenz bestehen. Bei der derzeitigen Brisanz dieses Themas könnte es sein, dass im 2011 der Equal Pay Day bereits im Februar begangen wird. Oder doch schon im Januar? Oder vielleicht gar nicht? Engagieren wir uns für eine laufende Zurücksetzung des Datums – “weil wir es uns wert sind”.

Übrigens: We HAVE come a long way – und das ist Grund genug, den heutigen 8. März zu feiern! Zum Beispiel mit einem Glas Champagner aus dem Hause einer unserer bedeutenden Vorfahrinnen: Barbe-Nicole Ponsardin (1777 – 1866), die als Witwe des Champagner-Produzenten François Clicquot unter dem Namen Veuve Clicquot noch heute unter uns weilt. A votre santé!


EuroKultur-Club

Was Sie erwartet, wenn Sie sich für EuroKultur, die multimediale Vorlesungsreihe, anmelden, erfahren Sie hier.


Herzlichen Glückwunsch!

Die neuen starken Frauen der Schweizer IT-Branche

Mit der Ernennung von Isabelle Welton zur neuen Chefin von IBM Schweiz stehen jetzt vier Frauen einer Schweizer Niederlassung von IT-Weltkonzernen vor.

Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!


Pot-au-feu zum Jahresende

Das Update zum Jahresende kommt etwas üppiger daher – weniger Zeitdruck macht es möglich, mehr Information zu bringen.

MEGATRENDS 2007
www.futurama.ch

Hauptpunkt bei diesem Update ist es, Sie auf ein paar Beispiele aufmerksam zu machen, wie wir diese  Trends bereits leben:

  • «Silberne Revolution»
  • «Bildung» / «Female Shift»
  • «Neo-Ökologie»

Ethische Arbeitgeber können auf Loyalität zählen
www.futurama.ch – Angewandte Ethik

  • Eine erstaunliche Wende scheint sich bei Arbeitnehmern in Bezug auf das ethische Verhalten ihrer Arbeitsgeber abzuzeichnen.

Journalismus: eine Branche weltweit im Umbruch
www.siegel.ch

  • Jahresbilanz der «Reporter ohne Grenzen»
  • Die Zukunft von Online-Nachrichten
  • Ist die «Arena» noch “Arena-tauglich”?

Gratulation
www.lipstick-to-laptop.ch

  • Wechsel in der Chefredaktion bei Radio Zürisee

Neues aus der Welt der Medien

Journalismus im Umbruch

1. Bilanz der «Reporter ohne Grenzen»
2009 war kein gutes Jahr für die freie Meinungsäusserung, wie sie im Journalismus ihren Ausdruck findet: Gewalt und Repressionen gegen Journalisten haben zugenommen, gemäss der Jahresbilanz der Menschenrechtsorganisation «Reporter ohne Grenzen» (ROG): 76 Journalisten wurden getötet (16 mehr als im Vorjahr), die Repressionen gegen Kriegs- und Wahlberichterstatter haben zugenommen, und während weltweit die Zahl der Festnahmen von Journalisten um etwa ein Siebtel zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der Festnahmen von Bloggern fast verdreifacht.

2. Die Zukunft von Nachrichten online
Auch 2009 sind Zeitungen von der Bildfläche verschwunden; die Medienlandschaft ist in ständiger Bewegung. Immer mehr Menschen informieren sich via Computer, Laptop oder Handy, und die Sucht, sich unzählige Male pro Tag über das Allerneueste zu informieren, verbreitet sich rasant. Ist das gut oder schlecht? Es ist wichtig für Notsituationen wie Verkehrsunfälle oder einen Wetterumschlag, aber ungenügend für alles andere. Man bekommt eine Meldung, aber kann sie nicht einordnen. Wer zum Beispiel wie ich gesehen hat, wie das zweite Flugzeug am 11. Septemer 2001 in eines der beiden Gebäude des New Yorker World Trade Center einschlug, hat zwar etwas Spektakuläres live miterlebt, aber was konnte man damit anfangen? Wie konnte man dieses horrende Ereignis einordnen, wie jenseits der Flut von Gerüchten, Vermutungen und Fantasien gelangen, um Hintergrundinformation zu bekommen?

Dasselbe geschieht mit Meldungen von Naturkatastrophen, Attentaten und anderen Sensationsmeldungen. Ohne Hintergrundinformationen bleiben die sensationellsten Nachrichten nur Kurzmeldungen, die einen erstaunen, überraschen, ängstigen oder belustigen mögen, aber kaum informieren können. DAS kann nur ein Hintergrundartikel, und für den braucht es Wissen, über längere Zeit zusammengetragen, aktualisiert und verständlich präsentiert. Und genau das ist heute bereits Mangelware und wird es in Zukunft noch mehr sein. Und genau das wird weitere Auslandskorrespondenten arbeitslos werden und weitere weitere Zeitungen sterben lassen. Das heisst: Noch nie hat die Menschheit so viel Wissen zur Verfügung gehabt und noch nie ist sie auf einem so tiefen Bildungsniveau angelangt.

Die Branche muss einen Weg finden, wie sie die Vorteile der seriösen Print-Medien verstärken kann und mit den Möglichkeiten elektronischer Aktualität kombinieren kann. Und um erstere zu retten und uns weiterhin gut recherchierte und aussagekräftige Hintergrundartikel zu liefern, wird letzteres in Kürze wohl nicht mehr gratis sein. Warum sollte es auch? Wer unbedingt alle halbe Stunde Nachrichten haben will, muss sie nicht unbedingt gratis abrufen können. Die Branche wird diesen Weg finden – beobachten Sie diese Entwicklung, und Sie werden vielleicht Zeitzeuge eines neuen Trends!

3. Ist die «Arena» noch “ARENA-tauglich”?
In einer engagierten Stellungnahme haben sich zwei Frauen mit der Sendung «Arena» des Schweizer Fernsehens auseinandergesetzt: Die Politologin Dr. Regula Stämpfli und die Journalistin Ursula Klein (Herausgeberin des «Klein-Report») haben die Sendung nach diversen Kriterien analysiert und haben mit ihren Ergebnissen bestätigt, was aufmerksame Zuschauerinnen und Zuschauer wahrscheinlich schon selbst entdeckt haben:

  • eine überdurchschnittliche Präsenz von SVP-Vertretern
  • eine seltsam anmutende Auswahl von sogenannten “Experten”
  • eine sichtbare Absenz von Stand- und Gesichtspunkten von Frauen

Die Daseinsberechtigung dieser Sendung, die im öffentlich-rechtlichen Medienraum arbeitet, aber längst schon dem permanenten Wahlkampf einer gewissen Partei ähnelt, muss dringend überdacht werden. Schauen Sie selbst!


Frauen machen Schlagzeilen

Die Anhäufung von Frauen in den Schlagzeilen der letzten Wochen und das, wofür sie Schlagzeilen gemacht haben, ist ein weiteres Zeichen für die zunehmende Bedeutung und Einflussnahme von Frauen in allen Bereichen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.


Neues Leben in alten Beziehungen?

MEGATRENDS sind an sich schon wirkungsvolle Indikatoren, in welche Richtung sich die Dinge entwickeln. Wenn sie aber mit einem anderen Trend – oder sogar mit zwei oder noch mehr Trends – eine Schnittstelle finden, dann potenziert sich ihre Überzeugungskraft. Sehen Sie selbst!


Das kurze Gedächtnis Europas

Der Entscheid des Osloer Nobelpreis-Komitees, dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen, ist äusserst umstritten. Nun hat dieser Preis ja schon mehr als einmal zu Diskussionen Anlass gegeben; diesmal aber kreist die leidenschaftlich geführte Diskussion um die Frage “Was hat er denn schon dafür getan?”.

Abgesehen davon, dass nirgendwo steht, man könne den Preis nicht einem Hoffnungsträger geben, haben diejenigen, die das fragen, ein sehr kurzes Gedächtnis und wollen sich offenbar nicht mehr an die letzten acht Jahre US-Politik erinnern. Man kann ihnen nur empfehlen, die Begründung des Osloer Komitees gründlich zu lesen, z.B. hier: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Die-Begruendung-im-Wortlaut/story/12594444. Darin heisst es u.a.:

“Obama hat als Präsident ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen. Multilaterale Diplomatie mit einer Betonung auf der Rolle, die die Vereinten Nationen und andere internationale Institutionen spielen können, hat wieder eine zentrale Rolle bekommen. Dialog und Verhandlungen sind die bevorzugten Mittel zur Lösung selbst der schwierigsten internationalen Konflikte. [...]

Nur sehr selten hat eine Person im selben Ausmass wie Obama die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen und den Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben. Seine Diplomatie beruht auf dem Konzept, dass diejenigen, die die Welt führen, dies auf der Grundlage von Werten und Haltungen tun müssen, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden. [...]”

Interessant, wie die Couch-Politiker über diesen Mann, in dessen Schuhen sie nicht stecken möchten, herfallen! Ganz gemäss dem alten Witz:

“Es gibt unglaublich viele fähige Politiker. Leider sind sie die allermeisten von ihnen Taxifahrer oder Coiffeure geworden.” Man könnte bzw. müsste heute hinzufügen: “oder Leserbriefschreiber oder Blogger”.


ICT News

Es tut sich viel in der ICT-Welt, die laufend Neues verkauft, veröffentlicht oder voraussagt, wie z.B. wo die Anzahl der Handy-Nutzer weltweit am meisten steigen wird.

Frauen sind verschieden. Männer auch. Das wissen Sie längst – und finden es auch bei der Nutzung des Computers bestätigt.

Zu denken gibt der Beitrag eines holländischen Professors, der sich über den Nutzen von ICT für die Demokratie Gedanken gemacht hat – oder hat die Demokratie gar nicht von der freien Meinungsäusserung profitieren können?


Frauen und die Finanzbranche

Der Ruf nach mehr Frauen in der Finanzbranche wird immer lauter,  je länger die Krise dauert, je mehr Fehler der Vergangenheit in dieser Branche bekannt werden. Warum das so ist, können Sie aus dem CASH-Online-Interview mit Dr. Sita Mazumder, Professorin an der Hochschule Luzern, erfahren, das unter dem Titel «Vom Wertewandel in der Finanzbranche ist kaum etwas zu sehen» veröffentlicht woerden ist. Regt zum Nachdenken an – oder zu Wutanfällen, je nachdem, wie Sie über die Krise denken…!

http://www.cash.ch/news/suche/mazumder